07.06.09 Wahlener Plattenrally

Der Sonntagmorgen weckte uns kalt und nass. Doch als alte VFD-Hasen schreckt uns das ja nicht ab. Wer früher im Frischluft-Heulager der Bluefire-Ranch an Sylvester übernachten konnte, der ist abgehärtet.

Unsere Kinder waren zwar etwas müde, jedoch guter Dinge und leider mutig genug, die Regenhosen zuhause zu lassen.

So starteten wir nach einem ausgiebigen Frühstück gegen 10.30 Uhr auf die Strecke der Plattenrally.

Aufgeregt saßen die Mädels mit ihren Rally-Wertungskarten und einer Streckenkarte bestückt, auf ihren Ponys. Pias Sohn Daniel begleitete uns mit dem Fahrrad. Noch nicht ganz aus dem Ort schien die Welt unterzugehen. Regen peitschte uns entgegen. Das Gehen viel sichtlich schwer, aber man kämpft sich langsam den Wahlener Berg nach oben. Einige Teilnehmer mussten wegen dem wirklich zu starken, anhaltenden Regen und dem kalten Wind leider frühzeitig abbrechen. Andere standen dicht in die Hecken gedrängt am Wegesrand um wenigstens etwas Schutz zu haben.

Ich muss beide Stop-Teams wirklich bewundern, die stundenlang im kalten Wetter unendlich geduldig mit den Kindern ihre Spiele machten.

Wahlener Plattenrally Juni 2009

Endlich mal wieder zusammen etwas unternehmen.

So dachten wir, 4 VFD-Mädels vom „harten Kern“, uns das. Unser letzter gemeinsamer VFD-Ritt dürfte schon gute 15 Jahre her sein. Deshalb hatten wir uns am 06.06.09 in Haustadt bei Pia verabredet, um die Ponys, mit denen unsere Kinder auf der Plattenrally teilnehmen wollten, nach Wahlen zu bringen.

Claudia*Nilan, Karin*Navajo, Annabelle*Max, Marianne*Eldur, Pia*Vulcan

Gesagt – Getan

 Bevor wir uns über die dicken Regenwolken am Samstagmorgen Gedanken machen konnten (und vor allem bevor Pia anrufen konnte, dass es in Haustadt regnet), wurde also schnell unser alter Campingbus aus der Scheune gefahren, der Hänger angehängt, die Gäule verladen  und unterwegs in Sarralbe noch Claudia aufgesammelt. Die Kinder waren total aufgeregt, schließlich wollten sie die Nacht auf dem Heuboden mit den anderen Teilnehmern der Rally verbringen. Kaum unterwegs, fielen die ersten Tropfen. Je tiefer wir ins Saarland kamen, desto dunkler wurde der Himmel. Was uns jedoch nicht von unserem Vorhaben abhielt. Doch kaum in Haustadt angekommen, klarte es auf.

 Kurz nach 14 Uhr trafen wir dann relativ zeitgleich mit Marianne, Peter samt Kindern und Anja mit Tochter Anabelle bei Pia ein:

Dort war bereits eine leckere Brotzeit gerichtet. Gut gestärkt und nachdem wir die Anhänger und meine beiden Töchter (als Arbeitskräfte) in Wahlen „deponiert“ hatten, ging es los.  

Pia und ihr Dt.Reitpony Vulcan
Karin & Fjord-Mix Navajo
Marianne mit ihrem Isi Eldur
Claudia mit unserem Hafi Nilan
Annabelle mit ihrem Pony Mäxchen

Wenn Englein reiten, lacht der Himmel.

Optimales Reitwetter. Nicht zu heiß und trocken, so ganz ohne lästige Mücken. In gutem Schritt-Tempo ging es dann erst mal von Haustadt durch Feld und Wald nach Honzrath über den Treffpunkt-Parkplatz des Pony-Express-Rittes in Richtung Honzrather-Rennbahn. Plötzlich merkte unser Hafi Nilan, dass er in seinem alten heimatlichen Gelände ist und zack-zack ging ein Ohr nach dem anderen vor und er wurde wach. Wer die Honzrather Rennbahn kennt, der weiß, dass man ihr fast nicht widerstehen kann. So steigerten wir das Tempo aus flottem Trab dann auch, immer mit Rücksicht auf unsere tapfere 10-jährige Reiterin Anabelle, zu einem gemütlichen Auf-Galopp.

Weiter ging es über herrliche Wege Richtung Reimsbach.

Ortsdurchquerung Reimsbach

Ein richtiges Wanderreit-Pony kann auch unterwegs Pipi machen

Eintreffen in Wahlen auf der Lehmbergranch von Rita und Willi

Manche Wege musste man zwar etwas länger suchen, aber letztendlich haben wir doch alle Wege gefunden. Durch Reimsbach und den angrenzenden Wald dann erst mal auf dem Höhenrücken vor Wahlen wurden wir mit einem herrlichen Ausblick belohnt.

endlich im Paddock

Es war wieder ein schöner Ritt wie in alten Zeiten. Die Pferde und Reiter bildeten eine gute kleine einheitliche Truppe. Wir hatten richtig viel Spaß. Für die gesamte Strecke in unserem sehr gemäßigten Tempo hatten wir insgesamt doch etwas über 3 Stunden gebraucht. 

Ein Lob nochmals an unsere jüngste Mitreiterin, für die es der erste „Wanderritt“ war und die ganz unauffällig und ohne Stress mit ihrem sehr lebhaften Mäxchen, der es faustdick hinter den Ohren hat, die Strecke bewältigte.

 

In Wahlen hatten mittlerweile die Männer unsere Paddocks aufgebaut.

Was ein Service.

Tag 2: Teilnahme der Kinder an der Plattenrally

Die selben Pferde mit neuen Reitern

Nachdem die Pferde versorgt auf dem Grünen standen, konnten auch wir uns den kulinarischen Genüssen von 20 kg Kartoffelsalat und Non-Stop-Schwenker vom Schwenkmeister Willi widmen. Verhungert ist in Wahlen bekannter Weise noch Niemand.

Unsere Mädels machten es sich zwischenzeitlich im Heulager der Lehmbachranch gemütlich, um dann in den frühen Morgenstunden endlich für ganz kurze Zeit in die Schlafsack-Traumwelt zu verschwinden.

Das zweite Spiel an diesem Stop wurde abgebrochen, da das Wasser von oben kein Ende zu nehmen schien. Es hieß: Strümpfe sortieren. Aber wie man das Team der Lehmbergranch kennt, durfte das Spiel am Ziel nachgeholt werden. Dieses Spiel war bei uns Müttern etwas umstritten. Sollte hier die Geschicklichkeit der Kinder getestet werden oder steckte da das Jugendamt dahinter um zu prüfen, welche Kid’s zu Hause zur Kinder-Haushalts-Arbeit gezwungen werden. Ganz klar waren wir uns nicht.

Marianne klitsche-klatsche nass

Die Spiele auf der Strecke waren super ausgewählt und haben den Kindern sehr viel Spaß bereitet.

Am ersten Stop mussten die Kinder einen Geschicklichkeitsparcours mit einem Luftballon zwischen den Beinen bewältigen.

Trotz dem, dass unsere Kinder mittlerweile durchnässt waren und kalt hatten, haben sie freiwillig bis zum Schluss durchgehalten. Die letzten Fragen, die den Weg säumten, wurden von den Mamas im Kopf gemerkt und die Antworten am Ziel dann von den Kids in die Wertungskarten übertragen. Ein Auspacken der Karten auf der Strecke machte der Dauerregen fast unmöglich.

 

Nachdem die Pferde abgesattelt und in Regendecken eingepackt auf ihren Padocks standen, erwartete die Kinder noch jede Menge Spaß und Spiel und die Eltern einiges Gegrilltes und leckerer Kuchen. 

 

Am späten Nachmittag fand dann die Siegerehrung statt und jedes Kind bekam noch eine Präsent und eine kleine Urkunde samt Medaille.

Fazit:

Es war mal wieder eine wunderschöne, gelungene Veranstaltung von Rita Scherer und ihrem Team der Lehmbergranch.

Es steckt viel Arbeit in solch einem Event und es ist schade, wenn der Wettergott dann nicht mitspielt. Aber es hat uns allen eine Menge Spaß gemacht und unsere Kinder sind der Meinung:
Wir kommen nächstes Jahr wieder….. und wenn es noch so regnet und stürmt!

Gesagt - Getan

 

Wer ebenfalls an einer solchen tollen Rally teilnehmen möchte, kann sich hier erkundigen

klick hier
zurück zur Pferdeseite